Tagarchiv für "Schlettstadt"

Post von Georg

Wir haben auch hier eine Weihnachtsfeier gehabt

Keine Kommentare 26. Dezember 1915

Jetzt komme ich dazu, Dir den versprochenen Brief zu schreiben. Es hat sich zwar wieder um einen Tag verspätet, aber deshalb wirst Du mir wohl nicht böse sein. Ich werde Dir jetzt wieder regelmäßiger schreiben; damit Du wenigstens keine Ursache hast Dein Paketdepot zu schließen.

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Post von Georg

Aus 1800 Metern Höhe abgestürzt

Keine Kommentare 22. November 1915

Na wenn ich mal wieder komme dann geh ich nicht mehr weg. Dann hast Du aber einen richtigen Familienvater. Hoffentlich bist Du damit zufrieden. Du willst mir ja auch alles geben wenn ich wiederkomme. Na daß wird schön werden. Es ist doch gut daß wir uns so freuen können.

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Post von Georg

Weil ich meinen Strohsack quälen will

Keine Kommentare 15. November 1915

Schicke Dir noch schnell ein paar Zeilen, damit Du beruhigt bist. Sonst vergehst du noch. Ich werde Dir am Mittwoch mal wieder einen Brief schreiben. Ich kann Dir jetzt nicht viel schreiben, weil es zehn Uhr ist und ich meinen Strohsack quälen will.

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Post von Georg

Wir durften aber früher nichts davon schreiben

Keine Kommentare 09. November 1915

Ich habe gerade Deine Karten und Briefe erhalten auch die Butter. Ich habe mich sehr gefreut. Hier es überhaupt kein Fett zu bekommen noch nicht mal Margarine. Wenn wir uns was braten nehmen wir fettes Fleisch vom Mittagessen. Fleisch bekommen wir ja noch immer.

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Post von Georg

Ich gebe Dir hiermit als Vorgesetzter den dienstlichen Befehl

Keine Kommentare 05. November 1915

Du scheinst ja wieder keine Zeit zu haben oder läßt Dir die kleine Elisabeth nicht schlafen? So daß Du am Tage schlafen mußt? Ich gebe Dir hiermit als Vorgesetzter den dienstlichen Befehl alle 2 Tage mindestens zu schreiben.

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Post von Georg

Am Sonnabend habe ich eine Probefahrt im Auto mitgemacht

Keine Kommentare 30. Oktober 1915

Es ist nur traurig daß es noch Leute gibt; die in dieser Zeit; noch andere ausbeuten, wie die Lebensmittelwucherer und Genossen; die sind ebenso schlimme als ein Vaterlandsverräter; weil sie den Leuten die nötige Nahrung entziehen.

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Post von Georg

Es wird noch mancher Familienvater drann glauben müssen

Keine Kommentare 12. Oktober 1915

[…] Flieger-Abteilung 65 15 Res. Korps, im Westen Feldpost Frau G. Schmiele in Halver i/Westfalen, Südstr. Kreis Altena [ohne Ortsangabe, vermutlich Schlettstadt] geschr. d. 12.10.15 No 4 M. l. Ida! Es ist schon wieder bald 2 Wochen her, seit dem wir uns zum letzten Mal sahen. Wie ich Dir schon schrieb, ist es mir wie […]

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100 Jahre danach

Die Feldpostbriefe von Georg Schmiele erscheinen hier jeweils auf den Tag 100 Jahre, nachdem der gebürtige Berliner sie geschrieben hat. Was hat er im Ersten Weltkrieg erlebt und wie hat er den Krieg wahrgenommen? Veröffentlicht werden die Briefe von seinem Urenkel Carsten Fischer und Familienangehörigen.

Zur Person

Georg Schmiele

Ich bin Georg Schmiele, geboren 1888 in Berlin. Am 2. August 1914 wurde ich zum Kriegsdienst eingezogen. Wie es mir an der Front im Westen ergeht, schreibe ich meiner Frau Ida regelmäßig in meinen Briefen. Wir wohnen in Halver in Westfalen. Hier beginnen meine Feldpostbriefe und hier ist mein Lebenslauf.

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