Post von Georg

Damit Du immer ein Lebenszeichen hast

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Feldpostkarte
Abs. Gefr. Georg Schmiele
15 Reserve Armeekorps 30 Reserve Division
Fliegerabteilung 65

Frau Georg Schmiele
in Halver i/Westfalen
Kreis Altena

Im Westen, 13.7.15
II)

M. l. Ida!

Ich will Dir schnell ein Kärtchen schreiben, damit Du immer ein Lebenszeichen von mir hast. Den Brief will ich Dir später schreiben. Es geht mir ganz gut. Mach Dir keine Sorgen. Man muss alles aus Gottes Hand nehmen. Das Paket, was du geschickt hast, wird wohl ein paar Wochen unterwegs sein, da dieselben über Berlin gehen. Schick dann lieber die kleinen Pakete. Was mir noch fehlt schreibe ich Dir dann im Brief. Man kann ja gar nicht sagen was alles noch geschehen wird. Was Fritz Eicker meint ist richtig aber daß ist schon länger her. Ich werde Dir hiernach eine Karte schicken sie Du Herrn Köster zeigen kannst, der kann Dir dann daß suchen. Dann weißt Du Bescheid.

Nun leb wohl D. Georg
Herzl. Gruß an Onkel u. Tante

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100 Jahre danach

Die Feldpostbriefe von Georg Schmiele erscheinen hier jeweils auf den Tag 100 Jahre, nachdem der gebürtige Berliner sie geschrieben hat. Was hat er im Ersten Weltkrieg erlebt und wie hat er den Krieg wahrgenommen? Veröffentlicht werden die Briefe von seinem Urenkel Carsten Fischer und Familienangehörigen.

Zur Person

Georg Schmiele

Ich bin Georg Schmiele, geboren 1888 in Berlin. Am 2. August 1914 wurde ich zum Kriegsdienst eingezogen. Wie es mir an der Front im Westen ergeht, schreibe ich meiner Frau Ida regelmäßig in meinen Briefen. Wir wohnen in Halver in Westfalen. Hier beginnen meine Feldpostbriefe und hier ist mein Lebenslauf.

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